Fachliteratur

Storch, Maja/Tschacher, Wolfgang (2014). Embodied Communication. Kommunikation beginnt im Körper und nicht im Kopf. Bern: Hans Huber.
  • Die Autoren zeigen auf, weshalb das alte Empfänger/Sender Modell der Kommunikation ausgedient hat und räumen auf mit einigen falsch verstandenen Kommunikationsregeln der alten Schule. Ihre Thesen zur Kommunikation: es gibt keine Botschaft, es gibt keine Richtung der Kommunikation und diese kennt auch keine Kontrolle! Das Statement auf der Titelseite meiner Website stammt aus diesem Buch. Es geht um Verstandenwerden, Synchronie und Stimmigkeit. Als passionierte Tangotänzerin übe ich mich immer wieder und sehr gerne auf höchstem Synchronisierungsniveau.
Storch, Maja/Cantieni,Benita/Hüther, Gerald/Tschacher, Wolfgang (2006). Embodiment. Die Wechselwirkungen von Körper und Psyche verstehen und nutzen. Bern: Hans Huber.
  • Warum geben Menschen die Autorität für ihren physischen Körper so bereitwillig ab an eine Wissenschaft, die in aufteilt in scheinbar unzusammenhängende Einzelteile? Hier wird aufgezeigt, wie die Psyche im Körper wohnt, weshalb der Geist nicht vom Körper abgespalten werden kann und warum sich ein gut funktionierendes Gehirn und der gut funktionierende Körper gegenseitig bedingen. Verblüfft hat mich die „Checkliste für den spontanen erlebnisbereiten Körper“. Das deckt sich haargenau mit der optimalen Körperhaltung im Tango.
 

Ich schätze und nutze praktisch alle Publikationen - und teilweise auch die App’s - von Maya Storch, wobei die Buchtitel schon für sich sprechen. Besonders empfehlenswert sind:

  • Manana-Kompetenz. Entspannung als Schlüssel zum Erfolg.
  • Machen sie doch, was sie wollen! Wie ein Strudelwurm den Weg zu Zufriedenheit und Freiheit zeigt.
  • Selbstmanagement. Die Kraft aus dem Selbst.
  • Das Geheimnis kluger Entscheidungen.
  • Die Sehnsucht der starken Frau nach dem starken Mann.

Wenn starke Frauen sich verlieben… Hier geht es leicht verständliche und sehr lustig illustriert um die Frage, weshalb emanzipierte Frau nichts mehr im Griff haben sobald sie sich verlieben.

 

Steiner, Verena (2006). Energiekompetenz. Produktiver denken, wirkungsvoller arbeiten, entspannter leben. München und Zürich: Pendo.

 

  • Das Buch verhilft zum klugen Umgang mit den eigenen Kräften und beweist, dass niemand pausenlos auf Draht sein kann. Das Wissen um die eigene „Primetime“ hilft den Tag und die Woche klüger einzuteilen. Es ist die Bestätigung, dass mein - wenn möglich - täglicher Mittagsschlaf genau das Richtige ist.
Von Münchhausen, Marco (2006). Wo die Seele auftankt. Die besten Möglichkeiten, ihre Ressourcen zu aktivieren. München: Wilhelm Goldmann Verlag.
  • Ein undogmatisches und ohne esoterischen Beigeschmack verfasstes Buch, welches sich um die Grundprinzipien seelischen Erlebens dreht und aufzeigt, wie Seelsorge geht.
Maihofer, Andrea (2008). Zum aktuellen Wandel der Familie. Beitrag in der Publikation zur Ausstellen „Familien - weshalb alles so bleibt, wie es nie war“ des Schweizerischen Landesmuseums Zürich, 16. Mai bis 14. September 2008.
  • Die historische Auseinandersetzung mit dem Thema Familie wie sie in dieser Ausstellung geboten wurde, war für mich eine wahre Fundgrube. Wie es der Ausstellungstitel schon sagt, wurde insbesondere mit einigen hartnäckigen Vorurteilen aufgeräumt. Es gab auch früher schon Fortsetzungsfamilien, weil nämlich ein Elternteil wegstarb. Frauen waren nur eine ganz kurze Zeit ausschliesslich für das Wohlergehen der Kinder zuständig. Meistens haben sie trotz Kindern gearbeitet. Die Grosseltern haben kaum bei der Kinderbetreuung mitgeholfen, es gab sie nämlich gar nicht mehr. Kurz: Familien waren früher nicht besser. Die Publikation zeigt auf, wie Familien heute aussehen und vor welche Herausforderungen sie gestellt werden.
Kappeler, Beat (2004). Die Neue Schweizer Familie. Familienmanagement und Rentensicherheit. Zürich: Nagel & Kimche.
  • Beat Kappel fordert eindringlich, dass sich Väter an Erziehung und Haushalt beteiligen müssen. Nur so lassen sich Arbeitsplätze und Renten schaffen, die auch in Zukunft sicher sind. Diese Forderung kann man nicht genug unterstützen. Denn echte Unterstützung heisst nicht nur Delegieren, sondern Anteil nehmen. Die Männer müssen dazu ihre Arbeitszeit auf 70% bis 80% reduzieren. Die Frauen können mit einem gleich hohen Pensum an der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und öffentlichen Arbeit teilhaben. Das Modell „Beide arbeiten 80%“ ist sicher eine Lösung für ambitionierte und fitte Paare. Es ist machbar, ist aber auch sehr anstrengend und bringt einen hohen Koordinationsaufwand mit sich. Es ist eine gute Lösung, aber nicht die einzige. Das Festhalten an der quasi Vollbeschäftigung zeigt zudem die Wertung zugunsten der Erwerbsarbeit. Häusliche und erzieherische Aufgabe werden zu einem grossen Teil an Drittpersonen delegiert. Das geht dann gut, wenn die Drittpersonen hervorragend arbeiten oder die Ansprüche bei der Hausarbeit und Kinderbetreuung nicht sehr hoch sind.
Hermann Eva (2006). Das Eva-Prinzip. München: Pendo.
  • Zu einem Trend gibt es immer einen Gegentrend. Der heisst in diesem Fall: „Frauen zurück an den Herd“. Das Buch richtet sich an eine immer kleiner werdende Gruppe von Frauen, die ihre Erfüllung im Hausfrauendasein finden. Trotzdem ist es ein Bestseller geworden. Dazu beigetragen hat die bekannte Autorin, ein gutes Marketing aber sicher auch die Tatsache, dass eine Lösung des Dilemmas „Familie oder Beruf“ in Aussicht gestellt wird. Welches sie selbst notabene gar nie gelebt hat.
Radisch Iris (2007). Die Schule der Frauen. Wie wir die Familie neu erfinden. München: Deutsche Verlags-Anstalt.
  • Iris Radisch hat ein sehr persönliches und lesenswertes Buch geschrieben, das mich beeinflusst und bestärkt hat. Es ist aus der Warte einer erfolgreichen Karrierefrau geschrieben und lässt sich daher nur teilweise auf andere Familienmodelle übertragen. Sie erzählt aus ihrem Karriere-Familien-Alltag und macht die bittere Erfahrung, dass die Familie dabei zu kurz gekommen ist. Ihre Forderung nach mehr Familienzeit ist absolut richtig
Rathgeb Eberhard (2007). Schwieriges Glück. Versuch über die Vaterliebe. München: Carl Hanser Verlag.
  • Der Ehemann von Iris Radisch hat quasi als Antwort ein Buch über seine Situation als Vater geschrieben. Er bleibt dabei nicht im Alltäglichen verhaftet, sondern hebt in literarisch-philosophische Sphären ab, was sehr unterhaltend ist. Das Buch zeigt, wie Männer heute fühlen.
Bischof-Jäggi Franziska (2005). Match! Warum Work-Life-Balance Erfolg bringt. Zürich: A & O des Wissens.
  • Dieses Buch ist quasi die Bibel zur Work-Life-Balance. Franziska Bischof-Jäggi hat den Begriff besetzt und zusammen mit einigen Mitautoren ein umfassendes Handbuch dazu verfasst. Es richtet sich vor allem an Firmen, welchen die Notwendigkeit der Work-Life-Balance näher gebracht wird.
Fritz Osswald Rahel und Huber-Winter Thomas (1999). Beruf und Familie partnerschaftlich anpacken. Bern: Pro Familia.
  • Diese praktische und sehr gut aufgebaute Werkmappe hilft Paaren die Erwerbs- und Familienarbeit gemeinsam zu bewältigen. Es enthält viele Fragenkataloge und Arbeitsblätter, die während einer Beratung durch eine Fachperson oder im Selbststudium eingesetzt werden können. Das Buch liest man nur, wenn man eine entsprechende Beratung sucht, aber nicht zur Unterhaltung. Allen De-facto- oder tatsächlich Alleinerziehenden hilft es wenig.
Bürgisser Margret (2003). Frau und Karriere. Zürich: Schweizerischer Arbeitgeberverband.
  • In der Publikation von Margret Bürgisser werden sämtliche Faktoren, die es den Frauen erschweren, Karriere zu machen, ausgebreitet und mit wissenschaftlichen Studien belegt. Die Autorin zeigt die Komplexität des Themas auf und plädiert für eine ganzheitliche Lösung, bei der Wirtschaft, Familie und Gesellschaft einen Beitrag leisten müssen. Die betriebliche Seite nimmt dabei - entsprechend der Zielgruppe des Buches - mehr Platz ein. Das Buch enthält eine sehr nützliche Liste von weiterführenden Beratungsangeboten, Mentoringstellen und Frauennetzwerken.

Willi, Jürg (2007). Wendepunkte im Lebenslauf. Persönliche Entwicklung unter veränderten Umständen – die ökologische Sicht der Psychotherapie. Stuttgart: Klett-Cotta

 

  • Immer seltener verlaufen Biographien geradlinig. Menschen sind heutzutage konfrontiert mit dauerndem Wechsel, was ihrem Leben den Anschein des Vorläufigen und Zufälligen gibt. Es wird immer schwieriger, im eigenen Lebenslauf einen inneren Zusammenhalt zu finden. Diese Situation erfordert mehr als bisher die Beachtung des Zusammenspiels von Person und Lebenswelt.
Hollstein, Walter (2008). Was vom Manne übrig blieb. Krise und Zukunft des starken Geschlechts. Berlin: Aufbau Verlagsgruppe.
  • Hollstein zeigt auf, weshalb der Lack der traditionellen Männlichkeit ab ist, weshalb Männlichkeit hochriskant ist und was es heute bedeutet, ein Mann zu sein. Nach vier Jahrzenten Feminismus muss auch das Bild vom Mann neu definiert werden.